Herz


Herz

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Herz [hɛrts̮], das; -ens, -en:
1. Organ in der Brust, das das Blut durch die Adern pumpt, indem es sich regelmäßig zusammenzieht und wieder dehnt:
ein gesundes, kräftiges, schwaches Herz; das Herz schlägt schnell, gleichmäßig; sein Herz hat versagt, arbeitet nicht mehr; ihr Herz ist angegriffen, nicht ganz in Ordnung; das Herz setzt aus; der Arzt hat das Herz untersucht, abgehorcht; ein Herz verpflanzen.
2. (meist geh.) in der Vorstellung im Herzen (1) lokalisiertes, dem Herzen (1) zugedachtes Zentrum von Empfindungen, Gefühlen, Eigenschaften:
sie hat ein gütiges, fröhliches Herz; sein Schicksal rührte, bewegte, ergriff die Herzen der Menschen; er fasste sich ein Herz (überwand seine Angst, seine Hemmungen) und bat den Chef um eine Gehaltserhöhung; er steht ihrem Herzen sehr nahe (sie empfindet sehr viel für ihn); im Grunde seines Herzens (im Innersten) hatte er das schon immer verabscheut; sie hat ein Herz aus Stein (ist gefühllos, mitleidlos).
Syn.: Gemüt, Seele.
3. Figur o. Ä. mit zwei symmetrisch in einer Spitze auslaufenden Rundungen, die der Form des Herzens (1) nachgebildet ist:
er hat auf dem Jahrmarkt ein Herz aus Lebkuchen geschossen; sie trägt eine Kette mit einem kleinen goldenen Herzen daran.
4. innerster Bereich von etwas; Zentrum, Mittelpunkt:
im Herzen eines Landes, von Europa liegen, gelegen sein; die Straße liegt im Herzen Berlins.
Syn.: Mitte.
5.
a) <ohne Plural> [dritthöchste] Farbe im Kartenspiel:
Herz sticht, ist Trumpf.
b) <Plural Herz> Spielkarte mit Herz (5 a) als Farbe:
er hatte noch drei Herz auf der Hand.

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Hẹrz 〈n.; -ens, -en
1. beim Menschen u. bei verschiedenen Tiergruppen das zentrale Antriebsorgan des Blutkreislaufes: Cor
2. 〈fig.〉
2.1 Sitz der Seele, der Gefühle (bes. von Mitgefühl u. Mut)
2.2 Innerstes, Mittelpunkt
3. 〈Kart.〉 Farbe des dt. u. frz. Kartenspiels; Sy Coeur, Rot (3)
4. Gegenstand in einer dem Herzen ähnl. Form (Lebkuchen\Herz)
● \Herz Jesu Sinnbild der Liebe des Gottessohnes; ich muss meinem \Herzen Luft machen 〈fig.〉 ich muss darüber sprechen, mich aussprechen; \Herz des Salats innerstes, zartestes Stück des S.; sie sind ein \Herz und eine Seele sie sind unzertrennlich, verstehen sich sehr gut, vollkommen; seinem \Herzen einen Stoß geben 〈fig.〉 sich überwinden, etwas zu tun, nicht länger zögernabdrücken: der Kummer drückt mir das \Herz ab 〈fig.〉; sein \Herz ausschütten 〈fig.〉 sich aussprechen (über seine Gefühle, über Kummer usw.); alles, was das \Herz begehrt was man sich nur wünscht; das \Herz blutet einem, wenn man das sieht 〈fig.〉 es tut einem weh, man ist sehr traurig; sein Undank, sein Tod hat ihr das \Herz gebrochen 〈fig.〉 hat sie seelisch zugrunde gerichtet; er hat schon viele \Herzen gebrochen er hat schon viele Frauen unglücklich gemacht; jmds. \Herz erobern jmds. Zuneigung, Liebe gewinnen; sich ein \Herz fassen seinen ganzen Mut zusammennehmen; seinem Kind gehört sein ganzes \Herz; sie hat \Herz sie kann mit anderen fühlen; kein \Herz haben kalt u. gefühllos sein; ich habe nicht das \Herz, es ihm zu sagen nicht den Mut; das \Herz hämmert, klopft, pocht, schlägt; das \Herz hüpfte ihm vor Freude 〈fig.〉; da lacht einem das \Herz im Leibe 〈fig.〉 da freut man sich, da frohlockt man; nahestehen: sie stand seinem \Herzen nahe er empfand viel für sie, hatte ein inniges Verhältnis zu ihr; jmds. \Herz rühren jmds. Mitleid erregen; jmdm. sein \Herz schenken jmdn. liebgewinnen; ihr \Herz schlug höher vor Erwartung; sein \Herz sprechenlassen 〈fig.〉 nach seinem Gefühl handeln; sie hat ihm sein \Herz gestohlen 〈fig.〉 er hat sich in sie verliebt; stillstehen: mir stand beinahe das \Herz still (vor Schreck); ich habe mein \Herz an ihn verloren 〈fig.〉 ich habe mich in ihn verliebt; es zerreißt mir das \Herz, wenn ich sehe, wie ... 〈fig.〉 es tut mir unendlich weh; zusammenkrampfen: das \Herz krampft, schnürt sich einem zusammen, wenn ... es tut einem weh ● mein \Herz! 〈Kosewort〉; dein ist mein (ganzes) \Herz 〈poet.〉; ein gesundes, kräftiges, schwaches \Herz haben; ein gutes, warmes, weiches \Herz haben 〈fig.〉 gut, hilfsbereit, mitleidig sein; ein reines \Herz haben ohne Schuld sein; ich habe es schweren \Herzens getan, zugelassen sehr kummervoll, obwohl ich es nicht wollte; das \Herz war ihm schwer 〈fig.〉 er war traurig, bekümmert; Tränendes \Herz 〈Bot.〉 = Herzblume; wes das \Herz voll ist, des geht der Mund über (nach Matth. 12,34) wer viel Freude (od. auch Kummer) empfindet, muss es anderen mitteilen ● jmdn. ans \Herz drücken umarmen; sein \Herz an jmdn. hängen 〈fig.〉 sich in jmdn. verlieben; sein Herz hängt nun einmal daran er hat es nun einmal so gern, liebt es so; ich lege es Ihnen ans \Herz ich bitte Sie dringend, darauf zu achten, daran zu denken o. Ä.; es liegt mir sehr am \Herzen mir ist viel daran gelegen, es ist mir sehr wichtig; an gebrochenem \Herzen sterben 〈fig.〉 vor Kummer, Gram sterben; sie ist mir ans \Herz gewachsen 〈fig.〉 ich habe sie liebgewonnen; Hand aufs \Herz! sei, seien wir ehrlich!; er hat etwas auf dem \Herzen 〈fig.〉 ihn bedrückt etwas, er will etwas gestehen; jmdn. auf \Herz und Nieren prüfen 〈fig.〉 sehr gründlich prüfen; das \Herz auf dem rechten Fleck haben 〈fig.〉 sich zw. Gefühl u. Vernunft stets richtig entscheiden; das \Herz auf der Zunge haben, tragen 〈fig.〉 seine Gefühle gleich aussprechen; jmdn. aus tiefstem \Herzen bedauern, verabscheuen stark, heftig, sehr; jmdm. aus tiefstem \Herzen danken tief bewegt, sehr herzlich; das \Herz schlug ihm bis zum Halse 〈fig.〉 er hatte große Angst, war sehr aufgeregt; sein \Herz für etwas od. jmdn. entdecken Gefallen an etwas finden od. sich seiner Liebe für jmdn. bewusstwerden; ein \Herz für andere haben mit anderen mitfühlen; im \Herzen Deutschlands etwa im Mittelpunkt; das gibt mir einen Stich ins \Herz 〈fig.〉 das tut mir weh; jmdn. in sein \Herz geschlossen haben jmdn. liebgewonnen haben; im tiefsten \Herzen ganz im Geheimen; sein \Herz in beide Hände nehmen 〈fig.〉 seinen Mut zusammennehmen; ihm fiel, rutschte das \Herz in die Hosen 〈fig.〉 er bekam große Angst; mir zerspringt das \Herz im Leib 〈poet.〉; mit dem \Herzen zu tun haben ein krankes Herz haben, herzkrank sein; mit allen Fasern seines \Herzens an etwas od. jmdm. hängen; ich kann es nicht übers \Herz bringen, das zu tun ich kann mich nicht überwinden, bringe es nicht fertig (aus Mitleid); mir ist bang ums \Herz; jetzt war ihm wieder leicht ums \Herz er war erleichtert; es wird einem warm ums \Herz, wenn ...; sprechen Sie, wie es Ihnen ums \Herz ist sagen Sie offen, was Sie fühlen; ein Kind unter dem \Herzen tragen schwanger sein; ich bedaure es von \Herzen es tut mir sehr leid; seine Freude, sein Glückwunsch kommt von \Herzen ist ehrlich, entspringt einem echten Gefühl; ich muss mir das alles einmal vom \Herzen reden ich muss mich darüber einmal aussprechen; ich wünsche es dir von (ganzem) \Herzen sehr, herzlich; jmdm. von \Herzen gut sein jmdn. liebhaben; von \Herzen gern sehr gern, herzlich gern; das geht mir (sehr) zu \Herzen das geht mir nahe, es bewegt mich stark; er sprach einige zu \Herzen gehende Worte einige Worte, die die anderen stark bewegten, rührten; sich jmds. Worte, Vorwürfe usw. zu \Herzen nehmen über sie nachdenken u. sich nach ihnen richten; mein \Herz schlug zum Zerspringen [<ahd. herza, engl. heart <germ. *hert-on; zu idg. *kerd- „Herz“]

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Hẹrz , das; -ens (med. auch stark gebeugt: des Herzes, dem Herz), -en [mhd. herz(e), ahd. herza, altes idg. Wort]:
1.
a) Organ, das den Blutkreislauf durch regelmäßige Zusammenziehung u. Dehnung antreibt u. in Gang hält:
ein gesundes, kräftiges, gutes, schwaches H.;
das H. schlägt [regelmäßig], klopft, pocht, hämmert, flattert;
sein H. hat versagt, arbeitet nicht mehr;
ihr H. ist angegriffen, nicht ganz in Ordnung;
das H. wollte ihm vor Freude zerspringen (geh.; er war freudig erregt);
ihm stockte das H. vor Schreck (geh.; er erschrak heftig);
vor Angst schlug ihr das H. bis zum Hals [hinauf];
sein H. krampfte sich bei dem Anblick zusammen;
der Arzt hat das H. untersucht, abgehorcht;
ein H. verpflanzen;
eine Operation am offenen -en (am Herzen bei geöffnetem Brustkorb);
sie hat es schon seit Jahren am Herz[en], mit dem Herz[en] (ugs.; ist herzkrank);
jmdn. ans, an sein H. drücken (geh.; an sich, an die Brust drücken, umarmen);
Ü er hat schon viele Herzen gebrochen (oft Erfolg bei Frauen gehabt);
jmdm. dreht sich das H. im Leib[e] herum (jmd. ist über etw. sehr bekümmert, von etw. schmerzlich berührt);
jmdm. blutet das H. (geh.; jmd. ist von etw. schmerzlich berührt u. voller Mitleid: beim Anblick der hungernden Kinder blutete ihm das H.);
jmdm. lacht das H. im Leib[e] (jmd. ist über etw. sehr erfreut, von etw. freudig angetan);
das, jmds. H. schlägt höher (jmd. ist erwartungsvoll, voller freudiger Erregung: der Anblick ließ sein H., ließ die -en höherschlagen);
jmdm. das H. brechen (geh.: 1. jmdm. unerträglich großen Kummer bereiten: der tragische Tod des einzigen Kindes brach ihr das H. 2. jmdn. in sich verliebt machen u. ihn/sie dann verlassen, jmdm. Liebeskummer bereiten);
jmdm. das H. abdrücken (geh.; jmdn. sehr bedrücken);
das H. auf dem rechten Fleck haben (eine vernünftige, richtige Einstellung haben; ein tüchtiger, hilfsbereiter, uneigennütziger Mensch sein);
jmdn., etw. auf H. und Nieren prüfen (ugs.; jmdn., etw. gründlich, eingehend prüfen; nach Psalm 7, 10);
jmdn. (ein Kind) unter dem -en tragen (dichter.; ein Kind erwarten; schwanger sein);
b) als Speise dienendes Herz (1 a) bestimmter Schlachttiere:
ein Pfund H. kaufen;
es gab [gedünstetes] H. in Burgundersoße.
2. (meist geh.) in der Vorstellung dem Herzen (1 a) zugeordnetes, in ihm lokalisiert gedachtes Zentrum der Empfindungen, des Gefühls, auch des Mutes u. der Entschlossenheit:
ein gütiges, gutes, treues, fröhliches, mutiges, tapferes, warmes, goldenes, edles, weiches, kaltes, hartes H.;
einsames H. (Person, die sich einsam fühlt) sucht Partnerin zum Verwöhnen;
sein Schicksal rührte, bewegte, ergriff die -en der Menschen;
er wollte nicht sagen, was ihm das H. bedrückte;
diese Frau hat kein H./ein H. aus Stein (ist herz-, mitleid-, gefühllos);
er hat das H. eines Löwen (er ist sehr mutig, tapfer);
er nahm traurigen -ens (traurig) Abschied;
er steht ihrem -en sehr nahe (sie empfindet sehr viel für ihn);
kannst du das reinen/(veraltend:) reines -ens (mit gutem Gewissen) behaupten?;
im Grunde seines -ens (im Innersten) hatte er das schon immer verabscheut;
die junge Sportlerin hatte sich in die -en des Publikums geturnt (hatte mit ihrer Leistung die Sympathien des Publikums gewonnen);
seine Worte kamen von -en (waren aufrichtig, ehrlich gemeint);
zu -en gehende (herzbewegende) Worte;
R man kann einem Menschen nicht ins H. sehen (es lässt sich nie genau ergründen, was ein anderer denkt, fühlt);
Spr wes das H. voll ist, des geht der Mund über (wenn jmd. von etw. sehr angetan, berührt, begeistert ist, dann muss er es auch zum Ausdruck bringen; nach der lutherschen Übers. von Matth. 12, 34);
ein H. und eine Seele sein (unzertrennlich, sehr einig miteinander sein; nach Apg. 4, 32);
jmds. H. hängt an etw. (jmd. möchte etw. sehr gern haben, behalten);
jmds. H. gehört einer Sache (geh.; jmds. Interesse ist ganz auf etw. gerichtet; jmd. betreibt etw. mit Leidenschaft, lebt für etw.: sein H. gehört der Musik, dem Fußball);
jmdm. ist, wird das H. schwer/jmdm. ist, wird [es] schwer ums H. (jmd. ist, wird sehr traurig, hat großen Kummer);
jmdm. rutscht, fällt das H. in die Hose[n] (ugs., oft scherzh.; jmd. bekommt plötzlich Angst; volkstüml. scherzh. Bezug auf das Sinken des Muts, wobei wohl die Vorstellung mitspielt, dass Angst auf die Eingeweide schlägt u. zur unfreiwilligen Entleerung des Darms führen kann);
alles, was das H. begehrt (alles, was man sich wünscht, was man nur haben möchte, wozu man Lust hat);
das H. in die Hand/in beide Hände nehmen (seinen ganzen Mut zusammennehmen);
nicht das H. haben, etw. zu tun (es nicht über sich bringen, nicht den Mut haben, etw. zu tun: er hatte nicht das H., ihr die Nachricht zu überbringen; [auch ohne Verneinung:] komm nur her, wenn du das H. [dazu] hast!);
sich <Dativ> ein H. fassen (all seinen Mut zusammennehmen, sich überwinden [um etw. Unangenehmes zu tun, in Angriff zu nehmen]);
sein H. an jmdn., etw. hängen (geh.; jmdm., einer Sache seine ganze Aufmerksamkeit, Liebe zuwenden);
sein H. [an jmdn.] verlieren (geh.; sich in jmdn. verlieben);
jmdm. sein H. schenken (dichter.; jmdn. sehr lieben, jmdm. seine ganze Liebe zuwenden);
sein H. für jmdn., etw. entdecken (geh.; unvermutet Interesse für jmdn., etw. zeigen; sich [plötzlich] für jmdn., etw. begeistern; nach dem Lustspiel »Sie hat ihr Herz entdeckt« von Wolfgang Müller von Königswinter, 1865: erst in späteren Jahren entdeckte er sein H. für die Kunst);
ein H. für jmdn., etw. haben (jmdm. gegenüber mitfühlend, hilfsbereit sein: er hat ein H. für Kinder, für die Welt des Theaters);
jmdm. sein H. ausschütten (sich jmdm. anvertrauen; jmdm. seine Not od. seine Sorgen schildern; nach 1. Sam. 1, 15);
jmdm. das H. schwer machen (jmdn. sehr traurig machen);
das H. auf der Zunge haben/tragen (geh.; alles aussprechen, was einen bewegt; offenherzig, zu gesprächig sein);
jmds. H./alle -en im Sturm erobern (geh.; jmds. Sympathie/alle Sympathien schnell gewinnen, schnell bei allen beliebt sein);
jmdm. das H. zerreißen (geh.; jmdn. tieftraurig stimmen [sodass es ihm fast die Kraft zum Leben nimmt]);
seinem -en einen Stoß geben (den inneren Widerstand überwinden u. sich rasch zu etw. entschließen);
seinem -en Luft machen (ugs.; sich vom Ärger befreien; das, was einen ärgert u. bedrückt, aussprechen);
leichten -ens (leicht; ohne dass es einem schwerfällt: da konnte er leichten -ens zustimmen);
schweren/blutenden -ens (nur sehr ungern; tief bekümmert: sie ließ das Kind nur schweren -ens allein weggehen);
jmdm. am -en liegen (für jmdn. ganz persönlich von großer Wichtigkeit sein: die Kinder und ihre Erziehung liegen ihm besonders am -en);
jmdm. jmdn., etw. ans H. legen (jmdn. bitten, sich um jmdn. od. etw. besonders zu kümmern: vor der Abreise legte sie ihm noch einmal die Blumen, die Pflege der Blumen ans H.);
jmdm. ans H. gewachsen sein (jmdm. besonders lieb geworden sein);
etw. auf dem -en haben (ein persönliches Anliegen haben: na, was hast du denn auf dem -en?);
jmdm. aus dem -en gesprochen sein (jmds. Meinung, Ansicht genau entsprechen: was du da sagst, ist mir [ganz] aus dem -en gesprochen);
aus seinem -en keine Mördergrube machen (offen aussprechen, was man denkt u. fühlt; frei nach der lutherschen Übers. von Matth. 21, 13);
aus tiefstem -en (geh.; sehr, aufrichtig: etw. aus tiefstem -en bedauern, verabscheuen);
sich in die -en [der Menschen] stehlen (geh.; die Sympathie, Zuneigung vieler gewinnen);
jmdn. ins/in sein H. schließen (jmdn. lieb gewinnen, sehr gernhaben);
jmdn. ins H. treffen (ugs.; jmdn. zutiefst verletzen, sehr kränken: dieser Vorwurf traf ihn ins H.);
mit H. und Hand (veraltet; sowohl mit herzlicher Zuneigung wie mit entsprechenden Handlungen; voll u. ganz; aus dem Gedicht »Mein Vaterland« von Hoffmann von Fallersleben, 1839);
mit halbem -en (geh.; ohne rechte innere Beteiligung, mit wenig Interesse);
es nicht übers H. bringen, etw. zu tun (zu etw. nicht fähig sein);
sich <Dativ> etw. vom -en reden (geh.; über etw., was einen bedrückt, mit einem anderen sprechen: er musste sich einmal seinen Kummer vom -en reden);
von -en gern (sehr gern);
von [ganzem] -en (1. sehr herzlich, aufrichtig: jmdm. von [ganzem] -en danken, alles Gute wünschen. 2. aus voller Überzeugung: [nach Matth. 22, 37] dazu kann ich von ganzem -en Ja sagen);
sich <Dativ> etw. zu -en nehmen (1. etw. beherzigen: er nahm sich ihre Worte, Ermahnungen zu -en. 2. etw. schwernehmen).
3. geliebte Person, Liebling (meist in der Anrede).
4.
a) zentraler innerster Teil von höheren Pflanzen:
das H. des Salats hat die zartesten Blätter;
b) innerster Bereich von etw.; Zentrum (1), Mittelpunkt:
im -en eines Landes, von Europa liegen, gelegen sein;
c) Zentrum (2), Herz-, Kernstück:
die Cafeteria bildet das H. der Grünanlage.
5. Figur, Gegenstand in Herzform:
schokoladene -en;
ein H. aus Marzipan;
an einer Kette trug sie ein kleines H. aus Gold;
ein H. zeichnen, malen;
den Teig ausrollen und -en ausstechen;
Tränendes H. (Pflanze mit hellgrünen, fiederteiligen Blättern u. meist rosa u. weiß gefärbten, herzförmigen Blüten in hängenden Trauben; Herzblume).
6.
a) <meist o. Art.; o. Pl.> [dritthöchste] Farbe im Kartenspiel; Cœur:
H. sticht, ist Trumpf;
nach diesem Stich hätte er H. ziehen, spielen müssen;
b) <Pl. Herz> Spiel mit Karten, bei dem Herz (6 a) Trumpf ist:
er hat [ein] H. ohne zwei gespielt;
dieses H. wirst du verlieren;
c) <Pl. Herz> Spielkarte mit Herz (6 a) als Farbe:
er hat sein einziges H. abgeworfen;
er hat noch mindestens drei H. auf der Hand.

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I
Herz,
 
Das zentrale Pumporgan im Blutkreislauf des Menschen (und der Tiere) galt und gilt in den verschiedensten Kulturen bis in die Gegenwart als Zentrum der Lebenskraft und Sitz der Seele (Gehirn). In diesem Zusammenhang wird ihm oft auch magische Bedeutung zugeschrieben. Im alten Ägypten herrschte die Vorstellung, dass im Herzen Vernunft, Gedächtnis und Gewissen lokalisiert seien. Seit dem griechisch-römischen Altertum ist das Herz am stärksten mit dem Gefühlsleben, insbesondere mit der Liebe verbunden; dies findet in der Symbolsprache lebhaften Ausdruck. Noch heute sagt man, dass man mit dem Herzen dabei sei, wenn man das Gefühl (im Unterschied zum Verstand) meint.
 
II
Herz,
 
1) Biologie: Cor, zentrales Organ des Blutgefäßsystems des Menschen und der Tiere, das als muskuläres Hohlorgan durch rhythmische Kontraktion seiner Muskelfasern die Strömung des Blutes bewirkt.
 
 Herz der Tiere
 
Phylogenetisch hat sich das Herz durch morphologische Modifizierung eines Blutgefäßes entwickelt. Das einfachste Herz in Form eines am Rücken liegenden kontraktilen Blutgefäßes (Druckpumpe) haben die Würmer (Fadenwürmer, Ringelwürmer). Da ihr Blutkreislauf geschlossen ist, fließt das Blut entsprechend dem Druckgradienten wieder in die kontraktilen Gefäße zurück, sodass ein Ansaugen nicht nötig ist. Die Gliedertiere (Krebse, Spinnen, Insekten) hingegen haben ein offenes Blutgefäßsystem, sodass ihr Herz als Saug-Druck-Pumpe arbeiten muss. Bei den Insekten und Spinnen (Tracheenatmer) liegt das Herz im hinteren Teil des Körpers, bei den Krebsen (Kiemen- oder Lungenatmer) hingegen in der Nähe der Atmungsorgane, sodass das Herz immer sauerstoffreiches Blut ansaugt. Es ist ein aus Ringmuskeln bestehender Schlauch, der durch eine Scheidewand (dorsales Diaphragma) von der übrigen Leibeshöhle abgegrenzt und durch kleine Muskelstränge (Flügelmuskeln) an dieser Scheidewand und der inneren dorsalen Körperwand befestigt ist. Die Scheidewand hat kleine, mit Klappen versehene Öffnungen (Ostien), durch die das Blut angesaugt wird. Kontraktion der Flügelmuskeln zieht die Dehnung des Herzmuskels und das Ansaugen der Hämolymphe (Diastole) nach sich. Durch anschließende Kontraktion des Herzmuskels wird das Blut kopfwärts ausgepumpt; aufgrund des Blutdruckanstiegs schließen sich dabei die Ostienklappen, sodass ein Rückströmen des Blutes ausgeschlossen ist. Zur Versorgung der Antennen, Flügel und Beine sind häufig noch zusätzlich kleine kontraktile Gefäße (Nebenherz) ausgebildet. Bei den Weichtieren (Muscheln, Schnecken, Kopffüßer) wird dem Herz das Blut über eine Vene zugeführt, die sich am Herz erweitert, sodass es hier erstmals zur Ausbildung einer (selten auch zwei) Herzvorkammer (Atrium) und einer Herzhauptkammer (Ventrikel) kommt. Charakteristisch für das Herz der Wirbeltiere ist die ventrale Lage; durch zunehmende Ausbildung eines Doppelherzens erfolgt zunächst eine funktionelle (Amphibien) und im Weiteren auch eine anatomische Trennung (Reptilien) des Blutkreislaufs in einen Körper- und einen Lungenkreislauf. Das Herz der Fische besteht aus vier aufeinander folgenden Teilen: Sinus venosus, Vorhof, Hauptkammer, Bulbus. Es liegt in der Nähe der Kiemen und pumpt bei den meisten Arten ausschließlich venöses Blut zu den Kiemen. Bei den Amphibien weist das Herz zwei getrennte Vorhöfe und einen Ventrikel auf; der eine Vorhof erhält venöses (sauerstoffarmes) Blut aus dem Körperkreislauf, der andere arterielles (sauerstoffreiches) Blut aus der Lunge. Im Ventrikel findet noch eine durch Gewebefalten jedoch beschränkte Vermischung von arteriellem und venösem Blut statt. Bei den Herzen der Reptilien liegen zwei Hauptkammern vor, die durch eine Scheidewand (Ventrikelseptum) fast vollständig voneinander getrennt sind. Erst bei Vögeln und Säugetieren liegt ein echtes Doppelherz vor, d. h. die vollständige Trennung von zwei Vorkammern und zwei Hauptkammern, was zwei vollständig getrennte Kreisläufe (Lungen- und Körperkreislauf) zur Folge hat.
 
 Herz des Menschen
 
Das Herz des Menschen ist ein muskulöser, etwa faustgroßer Hohlkörper, der im Mittelfellraum (Mediastinum medium, Mittelfell) hinter dem Brustbein leicht nach links verlagert liegt. Die Herzspitze projiziert sich auf den 5. Zwischenrippenraum links im Bereich der durch die Mitte des Schlüsselbeines gezogenen Vertikallinie. Der Herzbeutel (Perikard) umschließt das Herz allseitig. Sein inneres Blatt (Epikard) überzieht die Herzoberfläche und schlägt an der Eintrittsstelle der großen Gefäße in das äußere Blatt um. Zwischen ihnen, in der Herzbeutelhöhle, befindet sich das Herzbeutelwasser. Äußeres und inneres Herzbeutelblatt sind feucht und gleiten deshalb fast reibungslos bei den Pulsationsbewegungen des Herzens aufeinander. Über die vordere Mitte des Herzens zieht eine Längsfurche, der im Herzinnern etwa die Herzkammerscheidewand entspricht. Man unterscheidet eine linke Herzhälfte (linkes Herz), die arterielles Blut führt und den großen (Körper-)Kreislauf antreibt, und eine rechte Herzhälfte (rechtes Herz), die venöses Blut führt und den kleinen (Lungen-)Kreislauf antreibt. Jede Herzhälfte besitzt einen Vorhof (Atrium) und eine Hauptkammer (Ventrikel). In den rechten Vorhof münden die untere und obere Hohlvene und die Hauptvene der Herzkranzgefäße (Sinus coronarius), die das Herz selbst mit Blut versorgen; aus der rechten Hauptkammer geht die Lungenarterie ab. In den linken Vorhof münden die vier (in den Lungen arterielles Blut führenden) Lungenvenen; aus der linken Hauptkammer geht die große Körperarterie (Aorta) ab, aus der unmittelbar über der Aortenklappe die beiden Herzkranzarterien (Koronargefäße) entspringen. Die Wand der Vorhöfe, die jede eine sackförmige Erweiterung (Herzohr) besitzen, ist dünner als die der Herzkammern. Beide Herzhälften sind unterschiedlich stark entwickelt, da sie als Triebkraft für Lungen- beziehungsweise Körperkreislauf unterschiedlichen Druck- und Arbeitsbelastungen unterliegen. Die Druckarbeit der beiden Herzhälften entspricht etwa dem Verhältnis von 1:4-5 (rechts zu links).
 
Die beiden Herzkammern wirken als Druck- und Saugpumpe. In jeder der beiden Herzhälften regeln zwei Herzklappen die Blutströmung: eine zwischen Vorhof und Kammer, die andere zwischen Kammer und Aorta beziehungsweise Lungenarterie. Die Klappen zwischen Vorhof und Kammer (Segelklappen, Atrioventrikularklappen) bestehen aus segel- und zipfelförmigen, häutigen Gebilden, die durch Sehnenfäden mit der Kammerwand verbunden sind. Die linke Segelklappe besteht aus zwei (zweizipflige Klappe, Bikuspidalklappe, Mitralklappe), die rechte aus drei Segeln (dreizipflige Klappe, Trikuspidalklappe). - Aortenklappe und Pulmonalklappe werden von drei nach oben offenen halbmondförmigen Taschen gebildet (Taschenklappen oder Semilunarklappen). Herzhöhlen und Klappen sind von der inneren Herzhaut (Endokard) überzogen. Der Herzmuskel (Myokard) besteht aus quer gestreiften, spezifischen Muskelfasern (Muskeln).
 
 Tätigkeit des Herzens (Herzaktion)
 
Der Herzmuskel arbeitet selbstständig; er besitzt ein eigenes Reiz- und Erregungsbildungs- sowie ein Erregungsleitungssystem, dessen Impulse vom im rechten Vorhof liegenden Sinusknoten ausgehen (Herzautorhythmie). Das Erregungsleitungssystem ist ein spezifisches Muskelsystem, in dem rhythmisch Erregungen weitergeleitet werden, sich über das Herz ausbreiten und die Herztätigkeit (60-100 Schläge je min, etwa 100 000 je Tag) bewirken. Die Zusammenziehung (Kontraktion) des Herzens heißt Systole, die Erschlaffung Diastole. Zwischen beiden liegt die Herzpause. Zunächst strömt das sauerstoffarme Blut vom Körper aus oberer und unterer Hohlvene in den erschlafften rechten Vorhof und das sauerstoffreiche Blut aus den Lungen (Lungenvenen) in den linken Vorhof (1. Phase der Herzperiode); dann gelangt es durch die sich öffnenden Segelklappen in die erschlafften Herzkammern (2. Phase); die Taschenklappen der großen Arterien sind jetzt geschlossen. Dann ziehen sich die Herzkammern zusammen (3. Phase), und die Segelklappen schließen sich, sodass kein Blut in die Vorhöfe zurückströmen kann. Kurz nach dem Verschluss der Segelklappen öffnen sich die Taschenklappen an den Mündungen der großen Schlagadern; das Blut wird aus den Kammern getrieben: aus der linken Kammer in die Aorta (großer oder Körperkreislauf), aus der rechten Kammer über die Lungenarterien in beide Lungen (kleiner oder Lungenkreislauf). Beim Erschlaffen der Kammern (4. Phase) schließen sich die Taschenklappen, sodass kein Blut zurückströmen kann. Für kurze Zeit ist jetzt das ganze Herz erschlafft (Herzpause). In dieser Zeit füllen sich die Vorhöfe wieder (1. Phase), und die Herztätigkeit läuft wie geschildert ab. Vorhof- und Kammersystole wechseln sich zeitlich also ab. Entsprechendes gilt für die Diastole. Störungen im koordinierten Ablauf der Kontraktionen einzelner Herzabschnitte können u. a. durch Veränderungen im Erregungsleitungssystem auftreten.
 
Nachweisbare Zeichen der Herztätigkeit sind der Puls, die Aktionsströme (Aktionspotenzial, Elektrokardiographie, Echokardiographie) des Herzens, die Herztöne und der Herzspitzenstoß. Beim gesunden Herz hört man bei Auflegen des Stethoskops auf die äußere Brustwand einen dumpfen ersten Ton bei Beginn der Kammersystole (3. Phase) und einen helleren, kürzeren zweiten Ton kurz nach Schluss der Taschenklappen (4. Phase). Bei Erkrankung der Herzklappen (bisweilen aber auch beim Gesunden) finden sich zusätzlich zu den Herztönen Herzgeräusche. Der Herzspitzenstoß ist in der Regel im 5. Zwischenrippenraum links vom Brustbein fühlbar. Auch er kann sich unter krankhaften Bedingungen in seinem Charakter, seiner Lage und Stärke ändern.
 
 
Das Herz galt und gilt in den verschiedensten Kulturen zum Teil noch heute als Zentrum tierischer und menschlicher Lebenskraft, darüber hinaus als Ort des Gewissens und als Sitz der Seele sowie der Gefühle (in dieser Wertung löst es nicht selten im Verlauf einer geistesgeschichtlichen Entwicklung die Leber ab). - Dem animalischen Kraftzentrum Herz wird oft magische Bedeutung zugeschrieben. Amulette in Herzform sollen vor Krankheiten schützen. - Auch die Götter werden nach altem Glauben durch Herzen gestärkt und ernährt. Die Anschauung, dass das Herzblut kultisch geopferter Menschen die Nahrung der Götter bilde, hat ihre stärkste Ausprägung bei den Azteken erfahren. - In Ägypten war (im Altertum) das Herz in erster Linie der Sitz der Vernunft, aber auch der Emotionen. Es gilt zwar als Organ des Menschen, aber zur Gottheit hin offen für deren Einwirkung, auch gegen den Willen des Besitzers. So hat auch das Gewissen dort seinen Sitz. Seit dem griechisch-römischen Altertum ist das Herz am stärksten mit dem Gefühlsleben, insbesondere mit der Liebe verbunden, was in der Symbolsprache häufigen Ausdruck findet. - Im religiösen Bereich spielt das »gläubige Herz« eine beachtliche Rolle; ein solches dem Buddha entgegenzubringen, ist zentrale Forderung des japanischen Amida-Buddhismus. In den Hochreligionen steht neben der Bedeutung des gläubigen Herzens die Vorstellung vom Sitz der religiös-sittlichen Haltung. Sie findet sich in der israelitischen Religion und ist vom Christentum übernommen worden. Im christlichen Europa finden sich separate Herzbestattungen bis in die Neuzeit (z. B. Altötting). - Der Gedanke der Liebe und des stellvertretenden Opfers ist mit dem Herz Jesu bereits im Neuen Testament verbunden. Er hat seine stärkste Ausprägung in der Herz-Jesu-Verehrung gefunden.
 
 
 
H. u. Kreislauf, bearb. v. W. Trautwein u. a. (1972);
 
Physiologie des Menschen, hg. v. Robert F. Schmidt u. G. Thews (261995);
 H. Penzlin: Lb. der Tierphysiologie (61996).
 
 2) Kartenspiel: Farbzeichen der deutschen (auch Rot) und der französischen (Cœur) Spielkarten.
 
Hier finden Sie in Überblicksartikeln weiterführende Informationen:
 
 
Herzschrittmacher: Wie steuert der Taktgeber das Herz?
 
Herz: Bau und Lage sowie Scheidewanddefekte
 
Herz: Herzklappen und Herzklappenfehler
 
Herz: Aufbau und Erkrankungen der Herzwand
 
Herz: Die Phasen des Herzzyklus
 
Erregungsleitungssystem und Elektrokardiogramm
 
Herzrhythmusstörungen: Veränderungen des Herzschlages
 
Herzinfarkt und andere Krankheiten der Herzkranzgefäße (Anatomie)
 
Herzinfarkt und andere Krankheiten der Herzkranzgefäße (Therapie)
 
Herz: Regulation der Herzleistung und Herzinsuffizienz
 
Blutdruck: Mechanismen zur Regulation
 
III
Hẹrz,
 
1) Henri, eigentlich Heinrich Herz, Pianist und Komponist, * Wien 6. 1. 1803 (1806?), ✝ Paris 5. 1. 1888; studierte u. a. bei A. Reicha, unternahm Konzertreisen auch durch Nord- und Südamerika und war 1842-74 Professor für Klavier am Pariser Conservatoire. Er wurde besonders durch seine virtuose Klaviertechnik bekannt, die sich auch in seinen Kompositionen ausprägte (acht Klavierkonzerte, Etüden, Variationen, Notturnos). Er baute auch Klaviere mit einer von ihm erfundenen vereinfachten Repetitionsmechanik.
 
 2) Henriette Julie, geboren de Lẹmos, * Berlin 5. 9. 1764, ✝ ebenda 22. 10. 1847, Tochter eines Arztes portugiesischer Herkunft; Ȋ mit Marcus Herz (* 1747, ✝ 1803); empfing in ihrem Berliner Salon Persönlichkeiten aus allen Bereichen der Wissenschaft und Kultur; Mitbegründerin eines Tugendbundes, dem u. a. auch A. und W. von Humboldt und später der ihr besonders verbundene F. D. E. Schleiermacher angehörten. Ihr Salon hatte noch vor Rahel Varnhagen von Enses berühmtem Zirkel eine neue Form des geselligen Lebens geschaffen; er übte v. a. auf die Frühromantiker und L. Börne starken Einfluss aus.
 
Ausgaben: Berliner Salon. Erinnerungen und Porträts, herausgegeben von U. Janetzki (1984); H. Herz in Erinnerungen, Briefen und Zeugnissen, herausgegeben von R. Schmitz (1984).
 
 3) Joachim, Regisseur, * Dresden 15. 6. 1924; war 1951-53 Spielleiter der Landesoper Dresden, 1953-56 Spielleiter und Assistent W. Felsensteins an der Komischen Oper Berlin (Ost), 1956/57 Spielleiter der Städtischen Bühnen Köln, seit 1957 Oberspielleiter der Städtischen Theater in Leipzig, wo er 1959 Operndirektor wurde. 1976-81 wirkte er als Intendant und Chefregisseur an der Komischen Oper Berlin (Ost) als Nachfolger von Felsenstein, 1981-91 war er Oberspielleiter an der Dresdner Staatsoper (Semperoper), seitdem freischaffend. 1993 nahm er einen Lehrauftrag der Universität Lissabon an. Herz setzt sich besonders für das zeitgenössische Opernschaffen ein. Seine Regievorstellungen beschrieb er in »Musiktheater« (1970, mit W. Felsenstein und G. Friedrich).

* * *

Hẹrz, das; -ens (med. auch stark gebeugt: des Herzes, dem Herz), -en [mhd. herz(e), ahd. herza, altes idg. Wort]: 1. a) Organ, das den Blutkreislauf durch regelmäßige Zusammenziehung u. Dehnung antreibt u. in Gang hält: ein gesundes, kräftiges, gutes, schwaches H.; Beinahe acht Monate lang hat ein Kalb mit einem künstlichen, elektrisch angetriebenen -en (Kunstherzen) überlebt (Spiegel 2, 1984, 161); das H. schlägt [regelmäßig], klopft, pocht, hämmert, flattert; sein H. hat versagt, arbeitet nicht mehr; ihr H. ist angegriffen, nicht ganz in Ordnung; Der Wärter fühlte, wie sein H. in schweren, unregelmäßigen Schlägen ging (Hauptmann, Thiel 17); Als nach vier Minuten Massage auf Leben und Tod das H. ansprang (Hackethal, Schneide 39); das H. wollte ihm vor Freude zerspringen (geh.; er war freudig erregt); ihm stockte das H. vor Schreck (geh.; er erschrak heftig); vor Angst schlug ihr das H. bis zum Hals [hinauf]; sein H. krampfte sich bei dem Anblick zusammen; der Arzt hat das H. untersucht, abgehorcht; ein H. verpflanzen; eine Operation am offenen -en (am Herzen bei geöffnetem Brustkorb); sie hat es schon seit Jahren am Herz[en], mit dem Herz[en] (ugs.; ist herzkrank); jmdn. ans, an sein H. drücken (geh.; an sich, an die Brust drücken, umarmen); Ü er hat schon viele -en gebrochen (oft Erfolg bei Frauen gehabt); *jmdm. dreht sich das H. im Leib[e] herum (jmd. ist über etw. sehr bekümmert, von etw. schmerzlich berührt); jmdm. blutet das H. (jmd. ist von etw. schmerzlich berührt u. voller Mitleid): beim Anblick der hungernden Kinder blutete ihm das H.; jmdm. lacht das H. im Leib[e] (jmd. ist über etw. sehr erfreut, von etw. freudig angetan); das, jmds. H. schlägt höher (jmd. ist erwartungsvoll, voller freudiger Erregung): der Anblick ließ sein H., ließ die -en höher schlagen; jmdm. das H. brechen (geh.; jmdm. unerträglich großen Kummer bereiten [sodass es ihm die Lebenskraft raubt]): der tragische Tod des einzigen Kindes brach ihr das H.; jmdm. das H. abdrücken (geh.; jmdn. sehr bedrücken): Der tüchtigen Ex-Briefträgerin Eva Kluge hätte es das H. abgedrückt, wenn sie gehört hätte, wie sehr sie und ihr ehemaliger Liebling Karlemann in der Leute Munde waren (Fallada, Jeder 159); das H. auf dem rechten Fleck haben (eine vernünftige, richtige Einstellung haben; ein tüchtiger, hilfsbereiter, uneigennütziger Mensch sein); jmdn., etw. auf H. und Nieren prüfen (ugs.; jmdn., etw. gründlich, eingehend prüfen; nach Psalm 7, 10); jmdn. (ein Kind) unter dem -en tragen (dichter.; ein Kind erwarten; schwanger sein); b) als Speise dienendes ↑Herz (1 a) bestimmter Schlachttiere: ein Pfund H. kaufen; es gab [gedünstetes] H. in Burgundersoße. 2. (meist geh.) in der Vorstellung dem Herzen (1 a) zugeordnetes, in ihm lokalisiert gedachtes Zentrum der Empfindungen, des Gefühls, auch des Mutes u. der Entschlossenheit: ein gütiges, gutes, treues, fröhliches, mutiges, tapferes, warmes (gütiges), goldenes (treues), edles (großmütiges), weiches (mitleidiges), kaltes (gefühlloses), hartes (mitleidloses) H.; einsames H. (Person, die sich einsam fühlt) sucht Partnerin zum Verwöhnen; Sein H. war angefüllt gewesen mit gespannter Freude (er war freudig erregt, voll freudiger Spannung; Feuchtwanger, Erfolg 536); sein Schicksal rührte, bewegte, ergriff die -en der Menschen; er wollte nicht sagen, was ihm das H. bedrückte; obwohl das Thema sein H. bedrängt (Werfel, Bernadette 265); Halte dein H. im Zaum (bezähme dich, dein Gefühl) ... und wirf nicht dein Auge auf eines anderen Habe (Th. Mann, Tod u. a. Erzählungen 224); diese Frau hat kein H./ein H. aus Stein (ist herz-, mitleid-, gefühllos); er hat das H. eines Löwen (er ist sehr mutig, tapfer); er steht ihrem -en sehr nahe (sie empfindet sehr viel für ihn); er nahm traurigen -ens (traurig) Abschied; kannst du das reinen/(veraltend:) reines -ens (mit gutem Gewissen) behaupten?; im Grunde seines -ens (im Innersten) hatte er das schon immer verabscheut; Das war eine Verheißung, die sich den Menschen ins H. grub (ins Innerste drang; Feuchtwanger, Erfolg 542); Er wollte ja diese verstockte junge Frau wohl nur ins H. treffen (sie im Innersten anrühren, treffen; Musil, Mann 1354); die junge Sportlerin hatte sich in die -en des Publikums geturnt (hatte mit ihrer Leistung die Sympathien des Publikums gewonnen); Man gehe Kurven mit mehr H. (beherzter) an, wenn man auf der Innenseite sitze (ADAC-Motorwelt 5, 1982, 128); seine Worte kamen von -en (waren aufrichtig, ehrlich gemeint); zu -en gehende (herzbewegende) Worte; R man kann einem Menschen nicht ins H. sehen (es lässt sich nie genau ergründen, was ein anderer denkt, fühlt); Spr wes das H. voll ist, des geht der Mund über (wenn jmd. von etw. sehr angetan, berührt, begeistert ist, dann muss er es auch zum Ausdruck bringen; nach der lutherschen Übers. von Matth. 12, 34); *ein H. und eine Seele sein (unzertrennlich, sehr einig miteinander sein; nach Apg. 4, 32): Für Pacecoi gab es nur Tino ... Sie waren in allem ein H. und eine Seele (Borell, Romeo 258); jmds. H. hängt an etw. (jmd. möchte etw. sehr gerne haben, behalten): lass ihm doch das Spielzeug, wenn sein H. so sehr daran hängt!; jmds. H. gehört einer Sache (geh.; jmds. Interesse ist ganz auf etw. gerichtet; jmd. betreibt etw. mit Leidenschaft, lebt für etw.): sein H. gehört der Musik, dem Fußball; jmdm. ist, wird das H. schwer/jmdm. ist, wird [es] schwer ums H. (jmd. ist, wird sehr traurig, hat großen Kummer); jmdm. rutscht, fällt das H. in die Hose[n] (ugs., oft scherzh.; jmd. bekommt plötzlich Angst; volkst. scherzh. Bezug auf das Sinken des Muts, wobei wohl die Vorstellung mitspielt, dass Angst auf die Eingeweide schlägt u. zur unfreiwilligen Entleerung des Darms führen kann); alles, was das H. begehrt (alles, was man sich wünscht, was man nur haben möchte, wozu man Lust hat); das H. in die Hand/in beide Hände nehmen (seinen ganzen Mut zusammennehmen); nicht das H. haben, etw. zu tun (es nicht über sich bringen, nicht den Mut haben, etw. zu tun): er hatte nicht das H., ihr die Nachricht zu überbringen; (auch ohne Verneinung:) komm nur her, wenn du das H. [dazu] hast!; sich <Dativ> ein H. fassen (all seinen Mut zusammennehmen, sich überwinden [um etw. Unangenehmes zu tun, in Angriff zu nehmen]); sein H. an jmdn., etw. hängen (geh.; jmdm., einer Sache seine ganze Aufmerksamkeit, Liebe zuwenden); sein H. [an jmdn.] verlieren (geh.; sich in jmdn. verlieben): Ariadne sah den Todgeweihten, und des Minos Tochter verlor ihr H. an ihn (Ceram, Götter 82); jmdm. sein H. schenken (dichter.; jmdn. sehr lieben, jmdm. seine ganze Liebe zuwenden): Hier ... war ihm erlaubt ..., sein H. einem bewunderten, älteren, klügeren Freunde zu schenken (Hesse, Narziß 40); sein H. für jmdn., etw. entdecken (geh.; unvermutet Interesse für jmdn., etw. zeigen; sich [plötzlich] für jmdn., etw. begeistern; nach dem Lustspiel „Sie hat ihr Herz entdeckt“ von Wolfgang Müller von Königswinter, 1865): erst in späteren Jahren entdeckte er sein H. für die Kunst; ein H. für jmdn., etw. haben (jmdm. gegenüber mitfühlend, hilfsbereit sein): er hat ein H. für Kinder, für die Welt des Theaters; ... lebte ein größerer Dichter, der wirklich ein H. für die Armen gehabt hat (Thieß, Reich 36); jmdm. sein H. ausschütten (sich jmdm. anvertrauen; jmdm. seine Not od. seine Sorgen schildern; nach 1. Sam. 1, 15); jmdm. das H. schwer machen (jmdn. sehr traurig machen): Warum willst du dir und mir das H. schwer machen, indem du dich an alles erinnerst? (Fallada, Herr 54); das H. auf der Zunge haben/tragen (geh.; alles aussprechen, was einen bewegt; offenherzig, zu gesprächig sein); jmds. H./alle -en im Sturm erobern (geh.; jmds. Sympathie/alle Sympathien schnell gewinnen, schnell bei allen beliebt sein); jmdm. das H. zerreißen (geh.; jmdn. tief schmerzen); seinem -en einen Stoß geben (den inneren Widerstand überwinden u. sich rasch zu etw. entschließen): Diaghilew gibt seinem -en einen Stoß und besucht Nijinsky (Riess, Cäsar 336); seinem -en Luft machen (ugs.; sich vom Ärger befreien; das, was einen ärgert u. bedrückt, aussprechen); leichten -ens (leicht; ohne dass es einem schwer fällt): da konnte er leichten -ens zustimmen; schweren/blutenden -ens (nur sehr ungern; tief bekümmert): sie ließ das Kind nur schweren -ens allein weggehen; jmdm. am -en liegen (für jmdn. ganz persönlich von großer Wichtigkeit sein): die Kinder und ihre Erziehung liegen ihm besonders am -en; jmdm. jmdn., etw. ans H. legen (jmdn. bitten, sich um jmdn. od. etw. besonders zu kümmern): vor der Abreise legte sie ihm noch einmal die Blumen, die Pflege der Blumen ans H.; jmdm. ans H. gewachsen sein (jmdm. besonders lieb geworden sein): Sie hätte sich gern ein wenig um den Chef gekümmert, der ihr seit gestern Abend sehr ans H. gewachsen war (H. Weber, Einzug 351); etw. auf dem -en haben (ein persönliches Anliegen haben): na, was hast du denn auf dem -en?; Wunderlich merkte sofort, dass der Kleine etwas auf dem -en hatte (Apitz, Wölfe 87); jmdm. aus dem -en gesprochen sein (jmds. Meinung, Ansicht genau entsprechen): was du da sagst, ist mir [ganz] aus dem -en gesprochen; aus seinem -en keine Mördergrube machen (offen aussprechen, was man denkt u. fühlt; frei nach der lutherschen Übers. von Matth. 21, 13): sie sollen antworten, ohne aus ihrem -en eine Mördergrube zu machen (Hörzu 41, 1976, 20); aus tiefstem -en (geh.; sehr, aufrichtig): etw. aus tiefstem -en bedauern, verabscheuen; sich in die -en [der Menschen] stehlen (geh.; die Sympathie, Zuneigung vieler gewinnen); jmdn. ins/in sein H. schließen (jmdn. lieb gewinnen, sehr gern haben): Wenn Jockum erst einmal jemand ins H. geschlossen hat, dann ist sein Vertrauen grenzenlos (Tikkanen [Übers.], Mann 73); jmdn. ins H. treffen (ugs.; jmdn. zutiefst verletzen, sehr kränken): dieser Vorwurf traf ihn ins H.; mit H. und Hand (veraltet; sowohl mit herzlicher Zuneigung wie mit entsprechenden Handlungen; voll u. ganz; aus dem Gedicht „Mein Vaterland“ von Hoffmann von Fallersleben, 1839); mit halbem -en (geh.; ohne rechte innere Beteiligung, mit wenig Interesse): Schon seit Anfang des Jahres waren viele der Redakteure nur noch mit halbem -en bei der gewohnten Arbeit (Leonhard, Revolution 270); er gab seine Zustimmung nur mit halbem -en; es nicht übers H. bringen, etw. zu tun (zu etw. nicht fähig sein): Wir müssten ihn längst entlassen haben, bringen es aber nicht übers H. (Grzimek, Serengeti 130); sich <Dativ> etw. vom -en reden (geh.; über etw., was einen bedrückt, mit einem anderen sprechen): er musste sich einmal seinen Kummer vom -en reden; von -en gern (sehr gern); von [ganzem] -en (1. sehr herzlich, aufrichtig: jmdm. von [ganzem] -en danken, alles Gute wünschen. 2. aus voller Überzeugung: dazu kann ich von ganzem -en Ja sagen; nach Matth. 22, 37); sich <Dativ> etw. zu -en nehmen (1. etw. beherzigen: er nahm sich ihre Worte, Ermahnungen zu -en. 2. etw. schwer nehmen: nimm dir die Sache doch nicht so zu -en; nach 2. Sam. 13, 20); ∙ jmdm. aufs H. fallen (deprimierend auf jmdn. wirken): Man musste einen Tag länger wegen der Zurüstungen warten. Lenz fiel das aufs H. (Büchner, Lenz 91). 3. geliebte Person, Liebling (meist in der Anrede): „Du verwöhnst mich viel zu sehr, mein H.!“ sagte er lächelnd (Wendtland, Eisprinzeßchen 41). 4. a) zentraler innerster Teil von höheren Pflanzen: das H. des Salats hat die zartesten Blätter; b) innerster Bereich von etw.; ↑Zentrum (1), Mittelpunkt: im -en eines Landes, von Europa liegen, gelegen sein; Die Straße liegt im -en Brüssels (Zivildienst 5, 1986, 8); c) Zentrum (2), Herz-, Kernstück: Thermodrucker, separate Eingabetastatur und Armbanduhr. Letztere ist sozusagen das H. des Systems (Tages Anzeiger 28. 7. 84, 29); die Cafeteria bildet das H. der Grünanlage. 5. Figur, Gegenstand in Herzform: schokoladene -en; ein H. aus Marzipan; an einer Kette trug sie ein kleines H. aus Gold; ein H. zeichnen, malen; den Teig ausrollen und -en ausstechen; *Tränendes H. (Pflanze mit hellgrünen, fiederteiligen Blättern u. meist rosa u. weiß gefärbten, herzförmigen Blüten in hängenden Trauben; Herzblume). 6. a) <meist o. Art.; o. Pl.> [dritthöchste] Farbe im Kartenspiel; Cœur: H. sticht, ist Trumpf; nach diesem Stich hätte er H. ziehen, spielen müssen; b) <Pl. Herz> Spiel mit Karten, bei dem ↑Herz (6 a) Trumpf ist: er hat [ein] H. ohne zwei gespielt; dieses H. wirst du verlieren; c) <Pl. Herz> Spielkarte mit ↑Herz (6 a) als Farbe: er hat sein einziges H. abgeworfen; er hat noch mindestens drei H. auf der Hand.

Universal-Lexikon. 2012.

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